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Ambulante Psychotherapie

Die AOK übernimmt die Kosten für die notwendige ambulante psychotherapeutische Behandlung einer seelischen Krankheit wie beispielsweise Depression.

Das leistet die ambulante Psychotherapie

Bei der Behandlung von seelischen Krankheiten, also bei Störungen der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung oder der Beziehungen zu den Mitmenschen kommen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten ambulanter, teilstationärer oder stationärer Behandlung in Betracht. Eine Möglichkeit ist die ambulante Psychotherapie bei entsprechend qualifizierten und zugelassenen ärztlichen oder psychologischen Therapeuten. Psychotherapie hat das Ziel, mittels psychologischer Verfahren eine seelische Krankheit zu heilen, ihrer Verschlimmerung entgegenzuwirken oder Krankheitsbeschwerden zu lindern.
Zu den häufigen Verfahren gehören:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Analytische Psychotherapie 
  • Verhaltenstherapie

Welche Therapie jeweils geeignet ist, hängt von den individuellen Voraussetzungen des Patienten sowie von der psychischen Problematik ab. 

Je nach Therapieverfahren treffen sich Patient und Therapeut zu zwei bis vier Probesitzungen für Erwachsene; bis sechs Probesitzungen bei Kindern und Jugendlichen, um Diagnose und gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen. Danach wird eine Behandlung im voraussichtlich notwendigen Umfang bei der Krankenkasse beantragt. Die Behandlung kann in Einzel- oder Gruppensitzungen erfolgen.

Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung

Vor Beginn einer Psychotherapie können Sie eine psychotherapeutische Sprechstunde aufsuchen. Sie erhalten dort kurzfristig eine Einschätzung Ihrer psychischen Beschwerden und werden in Bezug auf das für sie geeignete Versorgungsangebot beraten. Zeigt das Gespräch eine akute psychische Krise oder Ausnahmesituation des Patienten, kann sich eine psychotherapeutische Akutbehandlung an die Sprechstunde anschließen.

Voraussetzung für die Kostenübernahme

  • Die psychotherapeutische Behandlung einer Krankheit wird durch zugelassene psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten sowie durch entsprechend ausgebildete Vertragsärzte (ärztliche Psychotherapeuten) durchgeführt. Der Therapeut muss für die vertragsärztlichen Leistungen (z.B. Verhaltenstherapie) durch die Kassenärztliche Vereinigung zugelassen sein.
  • Wird die Therapie von einem nichtärztlichen Psychotherapeuten durchgeführt, muss ein Haus- oder Facharzt nach den ersten (Probe-) Sitzungen abklären, ob es körperliche Ursachen für die psychischen Veränderungen gibt.

Das zahlt die AOK

Die AOK übernimmt die Kosten der ambulanten psychotherapeutischen Behandlung in vollem Umfang, wenn ein entsprechender Antrag bewilligt wurde. Sowohl Einzeltherapie als auch Gruppentherapie sind im ambulanten Bereich  in Abhängigkeit vom Therapieverfahren möglich. Besteht Bedarf für eine längere Therapie, kann eine Langzeittherapie erfolgen.
Der Zugang zur Psychotherapie erfolgt in der Regel durch Überweisung des Haus- oder Facharztes. Psychotherapeuten (mit Kassenzulassung) können auch direkt aufgesucht werden. Die Kostenabrechnung erfolgt mit der Versichertenkarte.

Terminservicestellen vermitteln auch Termin beim Psychotherapeuten

Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bieten Ihnen innerhalb von vier Wochen auch einen Termin beim Psychotherapeuten an. Sollte das nicht möglich sein, vermitteln sie ins Krankenhaus zu einem ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten, der über die gleiche fachliche Befähigung verfügt wie ein Vertragspsychotherapeut.

Therapeuten in der Nähe finden

Die psychotherapeutische Behandlung einer Krankheit wird durch zugelassene ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten durchgeführt. Über die Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung können sich Patienten einen Therapeuten in ihrer Nähe suchen. Auch die AOK hilft bei der Suche nach einem zugelassenen Therapeuten.

Weitere Infos

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